Leitungsdokumentation: Was die DIN 18220 fordert
Was die DIN 18220 für Leitungsdokumentation bedeutet
Die DIN 18220 vom August 2023 regelt die Dokumentation von Glasfaser- und Mikrorohrverlegung als anerkannte Regel der Technik nach §126 TKG. Sie gilt für alle gängigen Verlegeverfahren: konventioneller Tiefbau, Trenching, Fräsen und Pflügen. Für Bauunternehmen und Netzbetreiber bedeutet das: Jeder Verlegeschritt muss nachvollziehbar dokumentiert werden.
Die Norm fordert unter anderem die Dokumentation von Verlegeart, Trassenverlauf, Verlegetiefe, verwendeten Materialien und Schutzmaßnahmen. Diese Informationen müssen georeferenziert und nachprüfbar sein — eine Herausforderung, wenn Teams im Feld noch mit Papier und Kamera arbeiten.
Herausforderungen bei der analogen Dokumentation
In der Praxis sieht Leitungsdokumentation oft so aus: Ein Monteur macht Fotos mit dem Smartphone, notiert Koordinaten und Materialien auf einem Papier-Protokoll, und abends im Büro werden die Daten manuell ins GIS übertragen. Dabei gehen Informationen verloren, Fotos werden falsch zugeordnet, und die Übertragung kostet wertvolle Arbeitszeit.
Besonders problematisch wird es bei Förderprojekten: Hier müssen Dokumentationen zeitnah und vollständig abgegeben werden. Fehlerhafte oder unvollständige Unterlagen können die Auszahlung von Fördergeldern verzögern oder gefährden.
Anforderungen an eine digitale Leitungsdokumentation
Der Schlüssel zur effizienten Leitungsdokumentation liegt in der digitalen Erfassung direkt im Feld. Monteure sollten Trassen, Schächte und Verbindungspunkte mit der integrierten Kamera eines mobilen Geräts fotografieren können. Jedes Foto wird automatisch mit GPS-Koordinaten versehen und auf der Karte platziert; EXIF-Daten wie Aufnahmezeit und Blickrichtung werden ausgelesen.
Weitere nützliche Funktionen: Bestandspläne lassen sich als PDF-Overlay auf der Karte platzieren, Kommentare und Prioritäten können an Geometrien angeheftet werden, und der Baufortschritt wird über Status-Workflows verfolgt. Alle Daten werden lokal gespeichert und bei verfügbarer Verbindung automatisch synchronisiert — entscheidend für Baustellen ohne Mobilfunkabdeckung.
Datenaustausch mit bestehenden GIS-Systemen
Für die Integration in bestehende Prozesse muss eine mobile Erfassungslösung OGC-Standards wie WFS, WMS und WMTS unterstützen. So können erfasste Daten direkt in QGIS, ArcGIS oder andere GIS-Systeme übernommen werden. Häufig werden GeoServer-Workspaces pro Projekt oder Account angelegt, um Daten sauber zu trennen.
Für die Abgabe an Fördermittelgeber geben Sie GeoJSON oder ESRI-Formate an den Fördergeber ab — prüfen Sie vorab, welche Formate konkret gefordert sind. Die georeferenzierten Fotos dienen als visueller Nachweis für die korrekte Verlegung gemäß DIN 18220.
Self-Hosted: Volle Kontrolle über Ihre Dokumentation
Für kommunale Auftraggeber und Förderprojekte ist es ein wichtiges Argument, dass Dokumentationsdaten auf eigener Infrastruktur bleiben. Self-Hosted-Lösungen, die als Docker-Container betrieben werden, bieten diese Kontrolle ohne Cloud-Abhängigkeit und ohne Datenweitergabe an Dritte.
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